24.08.2012 - Von schwebender Leichtigkeit

Klavierabend bei den Brühler Schlosskonzerten am 22. August in Brühl, im Schloss Augustusburg
"Durchdacht, mit atemberaubendem dynamischem und technischem Abwechslungsreichtum widmete er sich den kleinen Charakterstücken, aus denen er jedes klangliche Detail herauskitzelte. [...] Poetische Zauber verbindet sich hier mit höchsten spieltechnischen Anforderungen - Barto brachte beides auf eine Weise in Einklang, die einem höchste Bewunderung abnötigt. Ungemein feinnervig und farbenreich durchleuchtete er die Stimmungsbilder; ließe eine Barke auf dem Ozean leise schaukeln und einen Narren wild um sich schlagen (Alborada del Gracioso) und verlieh auch den dunklen Sätzen (Oiseaux tristes) bedrückende Intensität."
Rhein-Erft-Rundschau | 24.08.2012 | Hannah Styrie
22.08.2012 - Gemeinsam mit ewigem Atem

Mit Dan Zhu beim Schleswig-Holstein Musik Festival am 20. August 2012 in Haseldorf
"In seiner "Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 d-Moll" fordert Robert Schumann die virtuose Attacke, viel eigenen Willen, dazu Schroffheit und Leidenschaft. Und er bekommt alles. Die beiden zeigen, mit welcher Intensität sie so richtig hinlangen können, vollbringen im "leise, einfach" überschriebenen dritten Satz gleichwohl ein Phrasierungswunder: Anmutig, grazil und empfindsam, mit ewigem Atem musizieren sie hier gemeinsam."
Die Welt | 22.08.2012
21.08.2012 - Zwei große Pianisten brillieren gemeinsam

Christoph Eschenbach und Tzimon Barto beim Rheingau-Musik-Festival, am 16. August 2012 im Kurhaus Wiesbaden
"Bereits in der lebhafteren zweiten Studie wurde offensichtlich, dass die klangliche Balance zwischen den beiden Künstlern stimmte, dass sie quasi auf einer Wellenlänge spielten."
"Der tänzerisch-beschwingte Duktus im dritten Teil wurde von den Künstlern ungemein intensiv intoniert. Aber selbst in den expressiven Momenten ging die Balance zwischen den beiden Klavieren nicht verloren und entstand eine in sich stimmige spannungsvolle Wiedergabe."
Maintal Tagesanzeiger | 21.08.2012 | Lars-Erik Gerth
27.04.2012 - Der Löwe bändigt sich selbst

Klavierabend am 24. April 2012 im Herkulessaal München
"Kein schlechter Übergang zu Frédéric Chopins Andante Spianato und Grande Polonaise Brillante, in der es blitzt und funkelt wie selten. Barto arbeitet hier dynamisch äußerst differenziert, entwickelt eine art moderne Stufendynamik, wo andere eher mit unterschiedlichen klangfarbenflächen arbeiten. Das macht Chopin wunderbar klar und unkitschig..."
Süddeutsche Zeitung | 27.04.2012 | Helmut Mauró
24.01.2012 - Unnachahmliches Paris-Gefühl

Mit dem Philharmonischen Orchester Cottbus unter Chris Evans am 20. & 22. Januar 2012 im Staatstheater Cottbus
"Die Tongebung im Klavierpart und die orchestrale Klangbehandlung ließen sie aus der vielhundertjährigen europäischen Hochkultur erwachsen. Im Rhythmischen, Swingenden hingegen bewiesen sich beide als waschechte Amerikaner. [...] Zu erleben wie Barto und Christ miteinander musizieren, ist immer wieder etwas besonders."
Lausitzer Rundschau | 24.01.2012 | Irene Constantin
14.01.2012 - Introvertiert

Mit den Münchner Philharmonikern und Christoph Eschenbach am 11./12./13. Januar 2012
"Über die Geistervariationen von Robert Schumann: "Der Hobby-Bodybuilder aus Florida meisterte sie mit der Strategie eines ostentativen Pianissimo das die Hörer magisch in äußerste Stille und Konzentration zwang, bevor er sich in die virtuiose Brillanz von Introduktion und Konzert-Allegro d-Moll op. 134 stürzte. Ihr Höhepunkt war die große Kadenz vor der Coda: nichts von einem müden Schumann in Bartos sensualistischer Lesart."
Süddeutsche Zeitung | 14.01.2012 | Klaus P. Richter
13.01.2012 - Ein Abend mit Schumann

Mit den Münchner Philharmonikern und Christoph Eschenbach am 11./12./13. Januar 2012
"In dem dazwischengeschalteten Thema mit Variationen Es-Dur kulminierte all das, was Tzimon Barto als Pianist zu bieten hat: Die Kombination aus verinnerlichtem, nachdenklichen Spiel und Freundlichkeit mit sichtbarer Lust am Musikmachen nimmt spontan ein für den fast 50-jährigen Hünen, der Pianissimo-Schattierungen der feinsten Art zauberte. Bei aller Delikatesse der Anschlagsnuancen und der Verschattungen hat sein Spiel oft etwas Improvisiertes. Dabei denkt er zugleich - gerade in den "Geistervariationen" eine Welt hinter den Tönen mit, gewährt dem Zuhörer einen Blick dorthin."
Münchner Merkur | 13.01.2012 | Gabriele Luster
12.01.2012 - Stehender Sturmlauf

Mit den Münchner Philharmonikern und Christoph Eschenbach am 11./12./13. Januar 2012

lklassik.com
Artikel bei www.klassik.com | 12.01.2012 | Dr. Daniel Krause
25.07.2011 - The Audience is Lisztening: Romantik im Surround Sound

Tzimon Barto und das SHMF-Orchester unter Christoph Eschenbach im Kieler Schloss
... Dieses Stück [Petrarca-Sonett Nr. 123] erfordert hohe Konzentration, beim Pianisten wie im Publikum, denn jedes Hüsteln und jedes raschelnde Kopfschütteln über die Hüstler, gar das Knarren eines ledernen Damenhandtäschchens gefährdet die Seufzer des Klaviers - die Barto erzeugt, indem er wie von Zauberhand Noten in Stecknadeln verwandelt, die er einfach in die Stille fallen lässt...

Welt online | 25.07.2011 | Stefan Grund
06.09.2011 - Zwei Schritte nach vorn

Dunkel und vielschichtig eröffnet das Konzert, und schon hier verlangen ausgedehnte Akkordläufe dem Pianisten titanische Energie ab. Barto brachte dies mit großer Geste, um im nächsten Moment verspielte Feinheiten umzusetzen. Gerade der zweite, "heitere" Satz enthielt davon einiges in der Korrespondenz zwischen dem Solisten und den flimmernd im Stakkato spielenden Bläsern. Stärkster Kontrast dazu im langsamen Satz, der charakterlich in der Nähe von Busonis nächtlicher Stimmung angesiedelt war und Barto Gelegenheit zu tief lyrischen Momenten gab....

Dresdner Neueste Nachrichten | 06.09.2011 | Hartmut Schütz
16.05.2011 - Die Grenze des Hörbaren

Für frenetischen Applaus und Standing Ovations sorgt zuvor auch Pianist Tzimon Barto mit Tschaikowskys gigantischem 1. Klavierkonzert b-moll op. 23. Das Werk offenbart nicht nur, dass Barto ein Meister der leisen Töne ist, der lyrische Passagen ausgiebig und teilweise bis zum musikalischen Stillstand auskostet, aus dem Klaviersatz feine Stimmen heraushört oder -meißelt und im Andantino semplice das vorgeschriebene einfache Piano bis an die Hörbarkeitsgrenze herunterdimmt.
Natürlich muss man bei Tschaikowsky aber auch zupacken können - und das beherrscht Barto ebenso meisterhaft....

Kieler Nachrichten | 16.05.2011 | Anna Struck
01.06.2011 - Remembering JFK CD review : George Gershwin · Concerto in F

In dem uramerikanischen Repertoire von Bernstein und Gershwin fühlen sich die Musiker offenbar absolut zuhause. (...) Im "Concerto in F" von Gershwin zeigt [das NSO] sich klanglich noch flexibler und mit einem breiteren Farbspektrum. (...) Tzimon Barto ist der ideale Solist für dieses Projekt.

lshow CD
NDR Kultur | 01.06.2011 | Friedericke Westerhaus
13.12.2010 - Peter der Große

Glücksmomente: Ein Tschaikowsky-Abend mit Christoph Eschenbach und dem DSO.
... Unendlich viel Zeit lässt sich Barto in den lyrischen Passagen, zelebriert die harmonische Auflösung jedes einzelnen Dominantseptakkords in der Kadenz des 1. Satzes, horcht immer wieder einzelnen Tönen nach, dimmt die Dynamik bis an die Grenze zur Unhörbarkeit. Und wirkt dabei keinen Moment maniriert...

Der Tagesspiegel | 13.12.2010 | Frederik Hanssen
16.11.2010 - Alte Oper Frankfurt · Feuer im Weizen

Es war der Solist, der einen Ton in das Orchesterfurioso brachte, der mehr als aufhorchen ließ. Tzimon Barto spielte das 1925 entstandene "Concerto in F" von George Gershwin. Und so, wie es der im Süden der USA aufgewachsene Pianist tat, war es eine wahre Offenbarung.

Frankfurter Rundschau | 16.11.2010 | Bernhard Uske
19.07.2010 - Starpianist probt mit SHMF-Orchester Freiheit der Kunst

Tzimon Barto am Steinway testete seinerseits die Freiheitsgrade des Rhapsodischen, baute manch luststeigernde Verzögerungen des Tempos ein, ging wie improvisierend zur Sache, ohne dabei je manieriert zu wirken. Der amerikanische Spitzenpianist verbindet tollkühne Technik mit glaubwürdigem Gefühl, er spielt so behutsam wie nur irgend möglich, verleiht seinem Rachmaninoff zudem eine gar impressionistische Duftigkeit...

Welt online | 19.07.2010 | Peter Krause
01.07.2010 - Ein Herz

Es war die Idee von Christoph Eschenbach, Schumanns späte Konzertstücke op. 92 und op. 134 zu einem dreisätzigen Klavierkonzert anzuordnen und mit den "Geistervariationen" für Soloklavier den verbindenden langsamen Mittelsatz zu finden. So ungewöhnlich diese Kreation auch sein mag, funktioniert das Vorhaben allein deshalb, weil die Interpreten diese Werktrilogie absolut überzeugend in Einklang bringen...

FonoForum | 01.07.2010 | Frank Siebert
14.06.2010 - Schumann-Sensation beim Konzert der NDR-Sinfoniker

Der Welt abhanden gekommen, wurden Schumann in seinen letzten Lebensjahren "Spuren geistiger Ermattung" und ein "Schwinden der Gestaltungskraft" angedichtet - Biographie und Werk schlicht zusammendenkende Vorurteile, die Eschenbach am Pult des NDR Sinfonieorchesters und Tzimon Barto am Steinway nun entschieden wie feinfühlig entkräftet haben...

Welt online | 14.06.2010 | Peter Krause
22.05.2010 - Treffen mit Gespenstern

Robert Schumann verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in einer geschlossenen Anstalt. Aber er war nie allein. Verstorbene Kollegen besuchten ihn zum Fachsimpeln. Jetzt wird seine späte "Geistermusik" in neuer Form aufgeführt...

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung | 06.06.2010 | Irene Dische
23.03.2010 - Dip Your Ears, No. 101

Eschenbach and Barto sit down to play them... and what a substantial little wonder they are to behold: The stringency of Bach infused with all the romantic essence of Echt-Schumann continues to leave me speechless every time I hear them. The whole album is clear contender for the "Best of 2010" list.

lionarts.blogspot.com
ionarts | 23.03.2010 | jfl
01.01.2010 - Durchsichtig

Barto nähert sich Haydns Sonaten mit wunderbar schlankem Ton, scheut allerdings auch nicht den gelegentlichen Einsatz des rechten Pedals. Äußerst brilliant gestaltet er die Verzierungen und Triller...

FonoForum | 01/2010 | Mario Felix Vogt